Schwarzer Heilbutt
Der schwarze Heilbutt, auch grönländischer Heilbutt genannt, verdankt seinen Namen seiner dunklen bis schwarzen Färbung. Der schwarze Heilbutt wird maximal 30 Jahre alt. Die Weibchen erreichen eine Größe von maximal ca. 130 cm Länge, während die Männchen bis zu 80 cm lang werden können. Ein erwachsener Heilbutt kann bis zu 4 Kilogramm schwer werden.
Lebensraum
Heilbutts kommen im Nordatlantik vor sowie im nördlichen Teil des Pazifiks, aber auch an der pazifischen Küste Nordamerikas. Besonders häufig trifft man den Schwarzen Heilbutt in kalten, tiefen Gewässern rund um Grönland, Island, Norwegen und Kanada an. Er lebt bevorzugt in Tiefen zwischen 200 und 1.500 Metern und hält sich sowohl in Bodennähe als auch im offenen Wasser auf – ein Verhalten, das ihn von anderen Plattfischen unterscheidet.
Fangmethoden
Heilbutts dürfen nur unter strengen Auflagen gefangen werden, da der Bestand seit Jahren sehr niedrig ist. Sie zu meist mit Langleinen oder Grundschleppnetzen gefangen. Dabei zu beachten ist, dass sie nur bei der norwegischen Insel "Prinz-Karl-Vorland" gefangen werden dürfen. Zusätzlich erfolgt eine genaue Fangkontrolle, um die Überfischung zu verhindern. Internationale Abkommen und Quotenregelungen tragen dazu bei, die Bestände zu stabilisieren und die Fischerei nachhaltiger zu gestalten.
Lebensweise
Der Heilbutt schwimmt am Meeresboden, aber auch in den höheren Gewässerschichten. Kalte Gewässern in einer Wassertiefe von ca. 1500 Meter liebt der schwarze Heilbutt. Im Winter legen Laichen sie in einer Wassertiefe von 900 bis 1300 Metern. Er ist ein aktiver Raubfisch, der sich von Fischen, Tintenfischen und Krebstieren ernährt. Besonders auffällig ist sein Verhalten, auch frei im Wasser zu schwimmen – für einen Plattfisch eher ungewöhnlich.
Saison
Die Saison der Schwarzen Heilbutts beginnt im Juli und endet im August. Den geräucherten Heilbutt bekommt man grundsätzlich zu jeder Jahreszeit. Während der Sommermonate ist frischer Heilbutt besonders begehrt, da die Qualität des Fleisches dann als besonders hoch gilt. Durch moderne Kühl- und Verarbeitungstechniken bleibt der Geschmack auch bei tiefgekühltem oder geräuchertem Heilbutt erhalten. So kann man das edle Fischprodukt auch außerhalb der Hauptsaison problemlos genießen.
Geschmack
Der schwarze Heilbutt hat sehr zartes, weißes Fleisch und ist ein fettreicher, nahezu grätenfreier Fisch. Das delikate Fleisch zergeht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge. Sein feiner, leicht buttriger Geschmack macht ihn zu einer echten Delikatesse, die sowohl gedünstet als auch gebraten oder geräuchert hervorragend zur Geltung kommt. Besonders beliebt ist er in der gehobenen Küche sowie bei Feinschmeckern auf der ganzen Welt.
Zubereitung
Das Fleisch des Heilbutts ist leicht wässrig, wodurch sich das Räuchern sehr empfiehlt, damit es ein wenig trocknet. Für den puren Geschmack empfiehlt sich Dünsten, Dämpfen oder das Garen in Folie. Dabei bleibt die feine Struktur des Fleisches erhalten und der Eigengeschmack wird nicht überdeckt. Auch in der gehobenen Küche wird der schwarze Heilbutt oft sanft gegart, um seine zarte, buttrige Konsistenz voll zur Geltung zu bringen.
Tipp
Im Fleisch des Heilbutts sind wichtige ungesättigte Omega-3-Fettsäuren enthalten, die als Bausteine für Körperzellen dienen und somit das Immunsystem fördert. Mineralstoffe wie Eisen, Fluor und Jod sind im Fleisch ebenfalls enthalten. Außerdem stecken im Heilbutt mehrere B- und E-Vitamine. Diese Nährstoffe unterstützen nicht nur die Abwehrkräfte, sondern auch den Stoffwechsel, die Nervenfunktion und die Zellregeneration – ideal für eine ausgewogene, gesundheitsbewusste Ernährung.
FAQs
Wann ist die beste Zeit für frischen Schwarzen Heilbutt?
Die Hauptsaison liegt zwischen Juli und August. In dieser Zeit wird der Fisch frisch gefangen und ist besonders aromatisch.
Wie schmeckt Schwarzer Heilbutt?
Er hat zartes, weißes, nahezu grätenfreies Fleisch mit einem feinen, buttrigen Geschmack – ideal für Feinschmecker.
Ist Schwarzer Heilbutt gesund?
Ja, sein Fleisch enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, B- und E-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Jod, Eisen und Fluor.
Wie bereitet man Schwarzen Heilbutt am besten zu?
Besonders geeignet sind schonende Garmethoden wie Dämpfen, Dünsten oder Garen in Folie. Auch Räuchern ist sehr beliebt.
Warum ist der Fang streng geregelt?
Weil die Bestände lange Zeit überfischt wurden. Heute darf Schwarzer Heilbutt nur unter strengen Auflagen in bestimmten Gebieten gefangen werden – z. B. bei der norwegischen Insel Prinz-Karl-Vorland.