Dorade grillen leicht gemacht - Tipps & Rezept
Die größte Sorge beim Dorade-Grillen ist fast immer dieselbe: Der Fisch klebt am Rost fest und reißt beim Wenden auseinander. Das muss nicht passieren. Mit der richtigen Methode, der passenden Temperatur und ein paar Kniffen bei der Vorbereitung gelingt eine ganze Dorade zuverlässig saftig.
Warum die Dorade beim Grillen klebt
Die Dorade klebt vor allem dann fest, wenn der Rost nicht heiß genug und nicht ausreichend eingeölt ist. Die empfindliche Haut setzt sich in den Zwischenräumen des Rostes fest und reißt beim Wenden ein.
Es gibt zwei verlässliche Lösungen: Entweder Sie sichern den Fisch mechanisch mit einer Fischzange oder einem Fischkorb, damit er beim Wenden nicht zerfällt. Oder Sie legen ihn auf eine Unterlage wie Alufolie oder ein Bett aus Zitronenscheiben, die verhindert, dass die Haut überhaupt mit dem Rost in Berührung kommt.
Vier Methoden, eine Dorade erfolgreich zu grillen
Direkt auf dem Rost mit der Fischzange: Die klassische Variante. Eine Fischzange (auch Fischklammer genannt) hält den Fisch beim Wenden zusammen, sodass er nicht auseinanderfällt. Rost und Fisch vorher gründlich einölen, dann bringt diese Methode das beste Röstaroma und die knusprigste Haut.
Im Fischkorb: Ein Grillkorb aus Metall umschließt die Dorade komplett. Für Einsteiger die sicherste Methode, weil nichts am Rost haftet und das Wenden mit einem Griff erledigt ist.
In Alufolie: Wickeln Sie die gefüllte Dorade locker in zwei Lagen Folie. Der Fisch gart dann eher im eigenen Dampf und bleibt besonders saftig, die Haut wird dabei aber nicht knusprig. Praktisch, wenn Sie den Grill zwischendurch nicht ständig beaufsichtigen wollen.
Auf dem Zitronenbett: Legen Sie dünne Zitronenscheiben direkt auf den Rost und die Dorade darauf. Die Zitrone verhindert das Festkleben, aromatisiert den Fisch von unten und verbrennt nicht so schnell wie die Fischhaut.
Dorade grillen: Temperatur und Garzeit
Bei allen Grillarten kommt es auf dasselbe an: die indirekte Hitze. Der Fisch liegt dabei nicht direkt über Glut oder Flamme, sondern daneben, während der Deckel geschlossen bleibt. So gart er durch, ohne außen zu verbrennen.
Gasgrill: einen Brenner ausschalten und die Dorade auf die kalte Seite legen.
Holzkohlegrill: die Kohle auf eine Seite häufen, den Fisch auf die freie Seite legen.
Kamado, etwa Big Green Egg oder Monolith: mit Hitzeschild lässt sich die Temperatur hier besonders konstant halten.
Elektro- oder Kontaktgrill: echte indirekte Hitze ist kaum möglich, mittlere Stufe wählen, Deckel schließen und den Fisch etwas früher prüfen.
Folgende Werte sind verlässliche Richtwerte, bei 180 bis 200 °C Grillraumtemperatur:
- Rost mit Fischzange, direkt: 18–20 Minuten, einmal wenden
- Fischkorb: 18-22 Minuten, einmal wenden
- Alufolie, indirekt: 20-24 Minuten
- Zitronenbett, direkt: 18-20 Minuten, einmal wenden
Die Werte gelten für eine Dorade von etwa 450 g. Größere Fische brauchen entsprechend länger.
Die richtige Kerntemperatur bei der Dorade
Mit einem Einstichthermometer an der dicksten Stelle hinter dem Kopf haben Sie die sicherste Kontrolle: Bei 62 bis 65 °C ist die Dorade gar und noch saftig. Ohne Thermometer hilft die klassische Garprobe: Lässt sich die Rückenfinne leicht herausziehen, ist der Fisch fertig.
Welche Dorade gehört auf den Grill?
Für den Grill eignet sich eine ganze Dorade von ca. 450g am besten – groß genug für eine Portion, aber schnell durchgegart. Achten Sie auf klare, glänzende Augen und kräftig rote Kiemen, dann ist der Fisch frisch.
Entschuppt werden muss die Dorade vor dem Grillen in der Regel nicht, außer Sie wollen die knusprige Haut mit essen. Die Schuppen schützen das Fleisch beim Garen vor dem Austrocknen und werden nach dem Grillen zusammen mit der Haut entfernt.
Bei send-a-fish bekommen Sie sowohl geschuppte als auch ungeschuppte Doraden. Wer keine Zeit zum Würzen hat, bekommt bei uns auch bereits die marinierte Dorade am Stück oder das küchenfertige Doraden-Filet.
Dorade grillen: das Grundrezept
Zutaten für 4 Portionen
4 ganze Doraden (à 450 g, ausgenommen), 2 Bio-Zitronen, 1 Bund frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Petersilie), 4 Knoblauchzehen, Olivenöl, Meersalz, Pfeffer.
Schritt für Schritt
Doraden kalt abbrausen und gründlich mit Küchenpapier trockentupfen, nur eine trockene Haut wird später schön knusprig. Auf beiden Seiten zwei- bis dreimal diagonal einschneiden, das sorgt für gleichmäßiges Garen. Innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen und die Bauchhöhle mit Zitronenscheiben, Kräutern und angedrückten Knoblauchzehen füllen.
Fisch und Rost großzügig mit Olivenöl einreiben. Bei indirekter Hitze und geschlossenem Deckel 18 bis 22 Minuten grillen, dabei einmal wenden. Fertig ist die Dorade, wenn sich die Rückenfinne leicht herausziehen lässt oder eine Kerntemperatur von 62 bis 65 °C erreicht ist.
Die häufigsten Fehler beim Dorade grillen
Grill nicht heiß genug vorgeheizt: Der Fisch klebt fest, statt sich vom Rost zu lösen. Den Grill immer vollständig vorheizen, bevor die Dorade aufgelegt wird.
Zu wenig Öl an Fisch oder Rost: Auch bei Fischzange oder Fischkorb spart das Einölen Ärger beim Wenden.
Zu früh gewendet: Bevor sich eine leichte Kruste gebildet hat, reißt die Haut. Etwas Geduld zahlt sich hier aus.
Fisch nicht trockengetupft: Feuchtigkeit auf der Haut verhindert das Bräunen und begünstigt das Festkleben.
Deckel zu oft geöffnet: Bei der indirekten Methode kostet das Hitze und verlängert die Garzeit unnötig.
Häufige Fragen zum Dorade grillen
Wie lange muss eine Dorade grillen?
Bei einer Dorade von 450 g, der Standardgröße bei send-a-fish, dauert das bei indirekter Hitze und 180 bis 200 °C zwischen 18 und 22 Minuten.
Muss ich die Dorade vor dem Grillen entschuppen?
Nein. Die Schuppen schützen das Fleisch beim Grillen und werden nach dem Garen mit der Haut entfernt. Sollten Sie die knusprige Haut essen wollen, müssen Sie den Fisch jedoch entschuppen. Fertig geschuppte Fische finden Sie in unserem Onlinehandel.
Dorade grillen oder braten – was ist besser?
Der ganze Fisch eignet sich besser für den Grill, weil die Haut ihn zusammenhält und saftig hält. Für die Pfanne wird die Dorade meist filetiert.
Kann ich die Dorade auch im Backofen zubereiten?
Ja, das funktioniert genauso zuverlässig und ist bei schlechtem Wetter die unkompliziertere Alternative. Details dazu in unserem Artikel Dorade im Ofen.
send-a-fish wünscht Ihnen Guten Appetit!