Föhrer Miesmuschel Informationsblatt

Liebe Muschelfreunde!

Frisch, würzig und so gesund wie ein Urlaub an der Nordsee – das sind Föhrer Muscheln. Sie enthalten viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente und sind viel einfacher zuzubereiten, als manche glauben.

Föhrer Muscheln werden gleich nach ihrem Fang mit frischen Nordseewasser gereinigt, entsandet und danach im Meerwasserkühlbad auf eine Temperatur von 2° -c heruntergekühlt, wodurch die Haltbarkeit und der Geschmack der Muscheln verbessert werden. Gleich nach dieser Behandlung werden die Muscheln sortiert, verpackt und noch am selben Tag ausgeliefert. Die sorgfältige Verarbeitung und die geschlossene Kühlkette vom Fang bis zu Ihrer Haustür garantieren tägliche Frische und beständige Qualität.

Föhrer Muscheln sind küchenfertig und praktisch sandfrei. Dennoch schadet es nicht, die Muscheln noch einmal mit klarem Wasser abzuspülen. Sortieren Sie nur weit
 geöffnete oder zerschlagene Muscheln aus. Leicht geöffnete Föhrer Muscheln sind vollkommen in Ordnung und können mitgekocht werden. Sollten Sie einmal Bedenken haben klopfen Sie leicht mit einem Teelöffel auf die Muschel. Schließt sie sich? Dann ist die Muschel frisch und für den Verzehr geeignet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Wie behandle ich Muscheln, die schon beim Kauf offen stehen?
Die alte Weisheit, dass offene Muscheln tot sind, stimmt heute nicht mehr. Das traf nur in Zeiten schlechter oder gar nicht vorhandener Kühlmöglichkeiten zu. Muscheln stehen in der Natur offen, um das Wasser zu filtern und sich von dem Plankton zu ernähren. Sie sind rein körperlich gar nicht in der Lage, die ganze Zeit geschlossen zu bleiben. Sie schließen sich nur bei Gefahr. Deshalb empfehlen wir den Klopftest:

Wenn Sie die Muschel etwas zusammendrücken oder mit einem Löffel dagegen klopfen, sollte sich eine offene Muschel wieder schließen. Geschieht das, ist die Muschel lebendig und zum unmittelbaren Verzehr geeignet.
Bei den neuartigen Verpackungen muss noch etwas bedacht werden: In die modernen, tropffreien Beutel und Schalen aus Kunststoff ist ein Sauerstoffgemisch mit eingebracht. Dies führt dazu, dass sich die Muscheln in einer Art Schlaf befinden und Ihren Energieverbrauch auf ein Minimum reduzieren. Direkt nach dem Öffnen derartiger Packungen sind die Muscheln dann noch sehr träge, es dauert einige Zeit, bis sie wieder wie gewohnt Reagieren, d.h. auf den Klopftest reagieren. Deshalb können Sie die Muscheln auch mit ruhigem Gewissen gleich kochen. Nur kurz abspülen, beschädigte o. ä. aussortieren und ab in den Topf. Sollte wirklich eine Muschel dabei sein, die nicht mehr lebendig war, sortieren Sie diese nach dem Kochen einfach aus. Diese Muscheln bleiben nämlich nach dem Kochen geschlossen und somit leicht zu erkennen.


Was sind die kleinen, kraterförmigen Bewüchse auf den Miesmuscheln?
Es handelt sich hier um Seepocken. Biologisch gehören sie zu den Krebsen. Sie ernähren sich von Schwebpartikeln aus dem Wasser. Deshalb suchen sich Seepocken am liebsten Miesmuscheln als „Wohnort“ aus, denn dort profitieren sie vom Filtrationsstrom der Muscheln. Seepocken haben keine Auswirkungen auf den Geschmack der Miesmuscheln.

Woher kommen die grauen Ablagerungen, die man gelegentlich auf der Schale findet?
Es handelt sich um natürliche Ablagerungen mit unbekanntem Ursprung. Sie haften so fest, dass sie maschinell ebenso wie manuell kaum zu entfernen sind. Sie sind aber in keiner Weise schädlich und beeinträchtigen lediglich das Aussehen der Schalen, die ja nicht verzehrt werden.
Wieso können sich hin und wieder kleine Krebse in der Muschel befinden?
Diese winzig kleinen, sehr seltenen Krebse heißen Muschelwächter. Sie leben in den Miesmuscheln und ernähren sich von dem, was die Miesmuschel filtriert. Der Krebs nimmt also der Muschel ihre Nahrung weg ist aber ansonsten harmlos und auch nicht schädlich. Vor dem Verzehr der Muscheln sollte man ihn allerdings entfernen.

Warum haben Miesmuscheln manchmal einen „Buckel“?
Es ist natürlich kein Buckel auf den Miesmuscheln sondern ein Lebewesen, nämlich die „Pantoffelschnecke“. Sie ist völlig harmlos und filtert wie die Miesmuschel das Meerwasser, um sich von Schwebstoffen zu ernähren. Die Pantoffelschnecke ist aus Übersee eingewandert und tritt in  den letzten Jahren vermehrt auf. Es wird vermutet, dass dies auf die letzten milden Wintern zurück zu führen ist.

Was macht man mit Miesmuscheln, die sich nach dem Kochen nicht öffnen?
Diese Muscheln sollte man nicht verzehren sondern aussortieren.

Ist die Miesmuschel mies?
Nein, denn ihr „Vorname“ kommt vom mittelhochdeutschen Wort "mies"= Moos. Dies beruht darauf, dass sie braune Fäden spinnt (Byssusfäden), die wie Moos aussehen. Sie werden von einer am Fuß befindlichen Drüse ausgeschieden und mit der Fußspitze festgeheftet. Mit Hilfe der Fäden kann sie sich gegen Verdriftung schützen und sich aus dem Schlamm herausziehen, den sie durch ihre eigene Filtertätigkeit ansammelt.

Kann man frische Miesmuscheln einfrieren?
Nein, - werden ungekochte frische Miesmuscheln eingefroren oder bekommen Frost, bewirkt dies ein Absterben des Muschelkörpers. Das im Muschelfleisch reichlich vorhandene Eiweiß würde sich im gefrosteten Zustand zersetzen, so dass sich die Muschel beim Kochvorgang nicht mehr öffnet. Das Muschelfleisch klebt dann als dünne Schicht an den Schalenwänden und ist nicht mehr genießbar.

Unser Tipp:
Sollten Sie frische Miesmuscheln länger bevorraten wollen, empfehlen wir diese innerhalb der vorgegebenen Mindesthaltbarkeit zu verarbeiten. Das gekochte Muschelfleisch kann dann problemlos eingefroren werden.

Weitere Info's & Rezepte können Sie auch auf unserer Tipps-Seite einsehen
:

Tags: News
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.